Hafer gehört zu den bescheidensten Vorräten in unserer Vorratskammer, doch kaum ein Getreide vereint Nährstoffdichte und reizarme Milde so selbstverständlich wie das kleine Korn. Wer morgens eine warme Schale Porridge mit geschmorten Äpfeln schätzt, spürt instinktiv, wie wohltuend diese Schleimstoffe auf den Organismus wirken. Genau diese beruhigende Eigenschaft lässt sich ohne Umwege auf das Waschbecken übertragen.
Die Stärke der Schleimstoffe im Alltag
Die im Vollkornhafer reichlich enthaltenen löslichen Ballaststoffe bilden in Verbindung mit lauwarmem Wasser eine feine, milchige Emulsion. Sie legt sich wie ein schützender Schleier über gereizte Hautpartien, bindet Feuchtigkeit und reinigt, ohne den natürlichen Säureschutzmantel auszutrocknen. Statt industrieller Tenside genügt oft ein einfacher Löffel frisch vermahlenes Hafermehl aus dem Küchenschrank.
Zubereitung einer frischen Waschpaste
Für die tägliche Vorratsschrank-Routine mahlen wir zwei Esslöffel kernige Bio-Haferflocken in einer kleinen Mühle zu staubfeinem Mehl. In einer handgetöpferten Schale wird das Mehl mit etwas warmem Quellwasser oder Kamillentee zu einer weichen, streichfähigen Paste gerührt.
Die Paste mit kreisenden Bewegungen sanft in die feuchte Gesichtshaut einmassieren und kurz einwirken lassen, während der Teekessel auf der Herdplatte summt. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und die Haut sanft in ein Leintuch hüllen. Zurück bleibt nichts als ein sauberes, geschmeidiges Gefühl ohne jedes Spannungsgefühl.
